Karriere

Coo­pers Kom­pe­tenz Kompass

Ein Stim­mungs­bild aus unse­rer Coo­pers Community 

Elena D Cruz

von Dr. Elena D’Cruz
09. Januar 2026

Icon von einem Kompass auf Cyan-farbigem Hintergrund mit dem Titel "Coopers Kompetenz Kompass

Wohin entwickeln sich Fachkräfte? Wie denken sie über ihre nächsten Lernschritte?

Diese Fragen haben uns 2025 intensiv beschäftigt. In zahlreichen Gesprächen mit Kandidatinnen und Kandidaten sowie mit Kundinnen und Kunden wurde deutlich: Das Interesse an Weiterentwicklung ist nicht neu, aber es wird konkreter und gezielter formuliert. 

Viele wollen den Anschluss nicht verlieren, andere streben bewusst neue Rollen oder Schwerpunkte an. Klar ist: Weiterbildung wird nicht mehr nur mitgedacht, sondern aktiv eingefordert und gestaltet. 

Um herauszufinden, wie sich dieser Wunsch nach Entwicklung ausdrückt, haben wir über das Jahr hinweg vier Mal die gleiche LinkedIn Umfrage in unserer Community von rund 72'000 Mitgliedern durchgeführt. Die Antworten liefern ein klares Stimmungsbild: Welche Kompetenzen stehen im Fokus? Wo sehen Fachkräfte ihren persönlichen Bedarf? 

Unser Ziel war dabei kein wissenschaftlicher Anspruch, sondern ein praxisnaher Trendindikator für das, was Menschen heute bewegt.

Was sich zeigt: Orientierung durch Skills 

In welcher Kompetenz möchten Sie sich in den nächsten 12 Monaten am stärksten weiterentwickeln? 
Diese Frage haben wir vier Mal im Jahresverlauf gestellt. Zur Auswahl standen: 

  • Technische und digitale Skills 
  • Fachliche Kompetenzen im Job 
  • Soft Skills im Allgemeinen 
  • Leadership Skills 

Die Antworten waren bemerkenswert stabil: 

Technische und digitale Skills standen klar an erster Stelle. 
Viele Fachkräfte wollen sich gezielt neu aufstellen. Reskilling scheint dabei gefragter zu sein als eine reine Vertiefung im aktuellen Job (Upskilling). 

Fachliche Kompetenzen im Job sowie Leadership Skills folgen dicht. 
Lernen bleibt ein zentrales Thema – häufig jedoch mit Blick auf neue Rollen oder veränderte Kontexte. 

Soft Skills landeten in allen Befragungen auf dem letzten Platz. 
Das ist einerseits nachvollziehbar, weil viele aktuell einen technischen Aufholbedarf sehen. Andererseits ist es überraschend, wenn man bedenkt, wie sehr im Kontext von KI, Führung und hybrider Zusammenarbeit gerade Fähigkeiten wie Kommunikation, Resilienz oder Selbststeuerung gefragt sind. 

Warum Soft Skills oft unterschätzt werden 

Wir sehen verschiedene mögliche Erklärungen dafür, dass Soft Skills in den Umfragen weniger Priorität erhalten: 

Viele Kandidatinnen und Kandidaten spüren einen starken Druck, technisches Wissen auszubauen, besonders vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und neuer Technologien. Eine Art Aufrüsten gegen künstliche Intelligenz. 
Soft Skills hingegen gelten oft als selbstverständlich oder sind schwer messbar. Ihre Wirkung zeigt sich meist erst im Zusammenspiel: in Teams, in der Führung oder in komplexen Situationen – aber kaum in einem Lebenslauf. 

Dabei zeigen unter anderem Studien wie der Future of Jobs Report des World Economic Forum: 
Gerade menschliche Fähigkeiten wie Empathie, Selbstführung oder kritisches Denken gewinnen weiter an Bedeutung. Sie lassen sich nicht automatisieren und sie sind entscheidend, um im Wandel wirksam zu bleiben. 

„Wer führen will, muss zuerst sich selbst führen können.“ 
So bringt es Dr. Roger Huber, Arbeitspsychologe und langjähriger Partner von Coopers Executive, im Interview auf den Punkt. Selbstführung ist dabei mehr als ein persönlicher Soft Skill – sie ist die Voraussetzung für wirksame Führung. Und macht deutlich: Soft Skills sind keine Ergänzung, sondern Teil der Grundlage.

Arbeitsmarkt und Entwicklungschancen 

Der Schweizer Arbeitsmarkt 2025 war auf den ersten Blick stabil. Gleichzeitig hat die Dynamik spürbar nachgelassen. Die Beschäftigung wuchs leicht, doch die Zahl offener Stellen war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Fachkräftemangel war und bleibt branchenübergreifend bestehen. 

In dieser Situation zeigt sich besonders deutlich: Wer gezielt in seine Kompetenzen investiert, verbessert nicht nur die eigenen Chancen, sondern wird auch für Unternehmen attraktiver. 

In unseren Blogbeiträgen zu Up- und Reskilling zeigen wir, warum genau jetzt ein guter Zeitpunkt ist, den eigenen Kompetenz Kompass neu auszurichten. 

Coopers begleitet Fachkräfte dabei mit Beratung, Projektvermittlung und konkreten Fördermöglichkeiten. Beispielsweise mit temptraining: Temporär Angestellte in der Schweiz können darüber bis zu CHF 5'000 für Weiterbildung erhalten. Erfahre hier mehr.

Wie Fachkräfte die Nachfrage nach ihren Skills einschätzen

Neben der Frage nach gewünschten Weiterentwicklungsbereichen haben wir unsere LinkedIn Community im Jahresverlauf 2025 ebenfalls vier Mal gefragt: How do you currently rate the demand for your professional skills?

Zur Auswahl standen dabei die folgenden Antwortoptionen:

  • In high demand
  • Stable, but demanding
  • Few options available
  • Unpredictable

Die Ergebnisse zeigen eine Verschiebung über das Jahr hinweg: Der Anteil jener, die die Nachfrage nach ihren Fähigkeiten als hoch einschätzen, nahm leicht ab. Gleichzeitig wuchs der Anteil der Befragten, die den Markt als anspruchsvoller wahrnehmen und angaben, nur wenige Optionen zu sehen.

Diese Ergebnisse ergänzen die Erkenntnisse aus dem Kompetenz Kompass. Der Wunsch nach Weiterentwicklung entsteht weniger aus einem Gefühl von Überangebot, sondern aus dem Bedürfnis nach Orientierung. Skills dienen dabei nicht nur der Qualifikation, sondern auch der Einordnung der eigenen Position im Markt.

In einem Umfeld, das als anspruchsvoller wahrgenommen wird, reicht es nicht aus, Profile rein an Anforderungen zu messen. Entscheidend ist, Potenzial, Entwicklungsfähigkeit und Kontext mitzudenken. Genau hier verstehen wir unsere Rolle: Fachkräfte und Unternehmen so zusammenzubringen, dass Kompetenzen nicht nur passen, sondern langfristig tragen.

Was Firmen jetzt tun können 

Arbeitgeber, die Entwicklung fördern möchten, setzen nicht nur auf Wissen, sondern auf Haltung: 

  • Sie schaffen Räume, in denen Lernen möglich ist. 
  • Sie erkennen Potenziale, nicht nur Positionen. 
  • Sie investieren in Menschen, nicht nur in Tools. 

Die überzeugendsten Arbeitgeber sind nicht jene mit den längsten Anforderungslisten, sondern jene, die Entwicklung aktiv ermöglichen.

Was Experten jetzt tun können 

  • Wer sich beruflich weiterentwickeln will, sollte sich zwei Fragen stellen: 
  • Was muss ich können, um zukunftsfähig zu bleiben? 
  • Was sollte ich können, um wirksam mit anderen zu arbeiten? 

Technisches Know-how und persönliche Kompetenzen gehören zusammen. Kommunikation, Selbstführung, Entscheidungsstärke und Verantwortungsbewusstsein sind nicht weniger relevant als Tools oder Methoden. 

Fazit: Skills geben Richtung 

Technisches Know-how ist und bleibt wichtig. 
Aber ohne Soft Skills fehlt die Grundlage für nachhaltigen Erfolg im Job. 

Weiterbildung ist kein Selbstzweck, sondern eine Chance, beruflich beweglich zu bleiben. 
Coopers begleitet diesen Weg mit einem klaren Blick auf das, was Menschen in Bewegung bringt. 
Denn der Mensch steht bei uns immer im Mittelpunkt. 

Melde dich gerne, wenn du ein Stück deiner Reise gemeinsam gehen möchtest. Wir würden uns darüber freuen.

Deine Coopers Family
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